The Spell
Seit 15 Jahren bin ich besessen von der Idee im Alphabet eine Botschaft von "den Göttern" zu entdecken. Die Idee, dass die Reihenfolge der Buchstaben des Alphabetes ein "Brief" der Götter an die Menschen ist, hat sich in meiner Gedankenwelt festgebrannt.
Sie wurde in gewissem Sinne direkt auf meine Großhirnrinde tätowiert und lässt sich nicht entfernen.
Zwischen Weihnachten und Neujahr 1987 schrieb ich eine Buchstaben- und Zahlenreihenfolge aus 22 Zeichen auf und war fortan der Überzeugung, diese Reihenfolge von einer höheren Intelligenz empfangen zu haben.
Die 22 Zahlen schrieb ich damals wie folgt:
2, 3, 300, 400, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10
200, 100, 90, 80, 70, 60, 50, 40, 30, 20, 1
Es ist eine regelmäßige, "logische" Reihenfolge mit 3 "Fehlern".
Die klassische Numerologie des Griechischen und Hebräischen Alphabetes ist eine Reihenfolge aus neun 1er-Schritten, neun 10er-Schritten und neun 100er-Schritten.
Die Reihenfolge, die ich "empfangen" habe, lässt sich auch einfach in den Zahlen von 1 bis 22 ausdrücken:
2, 3, 21, 22, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10
20, 19, 18, 17, 16, 15, 14, 13, 12, 11, 1
Die besagten "Fehler" in der logischen Abfolge der Zahlen sind:
Die 21 und die 22 zwischen der 3 und der 4, und ein Richtungswechsel nach der 10.
Wurde die Reihenfolge zunächst von links nach rechts geschrieben, wird sie nun von rechts nach links fortgeführt. Ein weiterer "Fehler" ist die Zahl 1 zwischen den Zahlen 10 und 11, also dort, wo der Richtungswechsel stattfindet.
Nun scheint es auf den ersten Blick an Schwachsinn zu grenzen, in dieser Reihenfolge eine Botschaft zu vermuten.
Ich will zeigen, dass sich, im Besonderen mit dem Wissen um die Inhalte von Crowley's "Buch des Gesetzes" eine Botschaft in dieser Zahlenordnung befindet.
Wir schreiben zunächst die Buchstaben des lateinischen Alphabetes anstelle der Zahlen in der gezeigten Reihenfolge auf:
B, C, U, V, D, E, F, G, H, I, J
T, S, R, Q, P, O, N, M, L, K, A
Um das Geheimnis zu lüften müssen wir nun eine Permutation ausführen:
Wir schreiben die Buchstabenordnung von links nach rechts in 2 Reihen und setzen die Buchstaben abwechselnd nach oben und nach unten:
B, U, D, F, H, J, S, Q, O, M, K
C, V, E, G, I, T, R, P, N, L, A
Die letzte Permutation zum Lüften des Geheimnisses ist das Übertragen dieser Buchstabenfolge auf den Lebensbaum.
Wir lesen die "Botschaft" von rechts nach links und von oben nach unten.
Den ersten Buchstaben, das "K", platzieren wir auf dem Lebensbaum dort, wo sich in der klassischen Kabballah der Buchstabe Aleph befindet, den zweiten Buchstaben, das "M", setzen wir auf den Pfad von "Beth", der nächste Buchstaben, das "O", kommt auf den Pfad von "Gimmel" usw..
So haben wir das folgende Orakel erschaffen:
Die "Botschaft" befindet sich im Zentrum des Baumes auf den 8 Pfaden, die mit Sephirah Nr. 6, Tiphereth, verbunden sind.
Tiphereth ist der Sonne zugeordnet.
Wir finden die folgenden Worte:
"Sohar"
"Sun"
"Sohar" bedeutet "Glanz" auf Hebräisch. Es ist der Titel des wohl wichtigsten Buches der Kabbalisten.
"Sun" ist die Sonne im Englischen.
Betrachten wir nun die Karte "Das Aeon" aus dem Crowley Tarot, ergeben sich aus dem Orakel spielend die folgenden Assoziationen:
Wir finden auf der Tarotkarte den Gott Horus in seiner Manifestation als Ra-Hoor-Khuit (der Falke), wir sehen Harpocrates bzw. Hoor-paar-kraat (das Kind mit der Geste des Schweigens), Nuit (die blaue Frau, die das Himmelsgewölbe darstellt) und Hadit (die geflügelte Kugel).
Im Orakel finden wir neben "Sohar" und "Sun" auch "Harp" für "Harpocrates", "Ra-Ho" für "Ra-Hoor-Khuit", "Nu" für Nuit und "Ha" für "Hadit".
Es heist im 21. Vers im 2. Kapitel von Crowley's "Buch des Gesetzes":
".....Nuit, Hadit, Ra-Hoor-Khuit. The Sun, Strength & Sight, light, these are for the servants of the Star and the Snake."
Es gibt in der Reihenfolge der Tarottrümpfe und ihren Entsprechungen zum Tierkreis eine Unregelmäßigkeit in den Karten "Lust" und "Ausgleich" und ihren Entsprechungen zu den Zeichen Löwe und Waage.
Crowley's Lösungsvorschlag bestand darin, die gleiche Unregelmäßigkeit in den Trümpfen "Der Kaiser" und "Der Stern", (die Widder und Wassermann entsprechen) zu erzeugen, um so eine Symmetrie der "Fehler" der Zuordnungen im Tierkreis zu erschaffen.
Ergänzen wir in unserem Orakel den Buchstaben, der sich auf dem Pfad der Karte "Der Stern" befindet, durch jenen, welcher auf dem Platz vom "Kaiser" steht, und tun das gleiche mit den Buchstaben, die sich auf den Pfaden von "Lust" und "Ausgleich" befinden, so kommen die Buchstaben "D" und "I" zu unserem Orakel hinzu:
Diese beiden "neuen" Buchstaben fügen sich vollkommen in die vorangegangene Wort- & Klang-Assoziation hinein:
Wir finden nun nicht nur "Ha" für "Hadit" sondern "Had".
Wir finden nicht nur "Nu" für "Nuit" sondern "Nui".
In meiner AHA-Veröffentlichung über die verborgene 7777 im Lebensbaum (auch zu finden unter www.claasvommars.de -> "my home" -> "Kabballa") integriere ich die End-Buchstaben in der Betrachtung der Pfade der Baumes. Das End-Nun befindet sich in der Reihenfolge der Hebräischen Alphabetes an 25ster Stelle und auf dem Lebensbaum auf dem gleichen Pfad wie das einfache "Nun".
Betrachten wir in unserem Orakel, nach dem wir mit dem 22sten Buchstaben ans Ende gelangt sind, den ersten Buchstaben als 23sten, den 2. als 24sten und den 3. als 25sten und setzen dann diesen "virtuellen" 25sten Buchstaben auf den alten Platz des Buchstaben Nun (auf dem sich in unserem Orakel zufälligerweise auch das "N" befindet) kommt ein "O" zu unserem Orakel hinzu:
Auch dieser Buchstabe fügt sich vollkommen in die vorangegangenen Wort- & Klang-Assoziationen ein:
Wir haben nun für "Harpocrates" nicht nur "Harp" sondern "Harpo".
(Das "echte" "O" - nicht das virtuelle - befindet sich auf dem Pfad der Priesterin, die ein Musikinstrument auf ihrem Schoß liegen hat. Eine Harfe? - engl. "Harp" -)
Was bedeutet dies?
Ich lebe nun schon fast 18 Jahre mit dem "Buch des Gesetzes". Was ich mittlerweile gelernt haben sollte ist, dass "Weil gefallen ist", dass "Weil nicht mehr da ist", wie es im 20. Vers des 3. Kapitels des Buches heißt. Oder, ich sollte mich daran erinnern, was Jostein Gaarder in "Sophies Welt" so deutlich unterstreicht: Ein echter Philosoph darf keine voreiligen Schlüsse ziehen.
Ich darf nicht sagen:
Weil im Orakel dies und das steht, muss ich messerscharf auf dies und jenes schließen.
Aber, ich kann nicht anders. Ich frage : "Warum?" "Was ist die Schlussfolgerung?" "Was ist der Sinn, die Botschaft des Orakels?"
Die Botschaft vom Buch des Gesetzes lautet: "Tu was du willst".
Und weil sich im Orakel die Namen der Götter des neuen Aeons befinden, unterstreicht das Orakel die Botschaft "Tu was du willst".
Es dreht den Lautstärkeregler nach oben:
"Tu was du willst!"
Der Vers Nr. 74 vom 3. Kapitel des Buches lautet:
"In meinem Namen ist ein Glanz verborgen und glorreich, wie die Sonne um Mitternacht immer der Sohn ist"
Das Orakel spricht vom "Sohar", vom Glanz und der Sonne.
Harpocrates, oder, wie er im Buch des Gesetzes genannt wird, Hoor-paar-kraat, bildet zusammen mit seinem Zwilling Ra-Hoor-Khuit die Doppelgottheit Heru-Ra-Ha.
Crowley schreibt im Buch Thoth zur Karte "Die Sonne": "Dies ist eine der einfachsten Karten, sie repräsentiert Heru-Ra-Ha, den Herrn des neuen Zeitalters."
Ich lese im Orakel auch "Harpoon", englisch für "Harpune" und "harpunieren".
Ich assoziiere "Tzaddi", den "Fischhaken". Jenen Hebräischen Buchstaben, der in der alten Zuordnung zur Tarotkarte "Der Stern" gehört, im Crowley Tarot aber zum "Kaiser".
Hier gibt es einen Hinweis auf die "Fehler" in der Reihenfolge des Alphabetes, das dem Orakel zu Grunde liegt:
Zwischen "C" und "D", phonetisch "Tzede" (="Tzaddi") stehen "U" und "V".
"UV" erweckt die Assoziation "UV-Licht", das Licht der Sonne.
Die Sonne ist ein Stern, alle Sterne sind Sonnen und jeder Mann und jede Frau ist ein Stern.
Der 2. "Fehler" im Alphabet des Orakels ist der Richtungswechsel und das "A" vor dem Buchstaben "k". Ein "k" sieht aus wie der Buchstabe "Tzaddi", wenn er auf der Seite liegt.
Der "Fehler", dass auf das "C" die Buchstaben "U" und "V" folgen, erzeugt das Wort "Cuv", welches phonetisch dem Buchstaben "Qoph" nahe liegt, der zur Tarotkarte "Der Mond" gehört. Der Mond reflektiert das UV-Licht der Sonne.
Um Sephirah Nr. 9, ("Jesod") herum finden wir das Wort "Epic", welches für "Epik" im englischen steht.
Verwenden wir den "Kaiser-Stern-Schlüssel" kommt ein "S" hinzu, und wir können "Pisce" lesen, worin sich das lateinische Wort für "Fisch" "Piscis" oder das Italienische "Pesce" verbirgt.
Sephirah Nr. 9 ist dem Mond zugeordnet, und die Tarotkarte "Der Mond" entspricht dem Zeichen Fische. Der Hebräische Buchstabe "Nun" bedeutet "Fisch" und gehört zur Tarotkarte "Tod". Die Götter spielen hier mit einer Symbolik, in der die Buchstaben um Tiphereth (der Sonne) der Fischhaken sind, und die Buchstaben um Jesod (dem Mond) der Fisch.
Das Buch des Gesetzes wurde Crowley vom Gesandten des Gottes des Schweigens, Harpocrates bzw. Hoor-paar-kraat diktiert. Dieser Gott des Schweigens ist auch der Erschaffer des Alphabetes, und, er hat mich "durchdrungen". Ich erkenne in Crowley's Original Handschrift vom Buch des Gesetzes 2 x meinen Namen "Claas": In Hoor-paar-kraat und in Heru-pa-kraath, beide male im Wort "kraat" bzw. "kraath":
In Vers Nr. 7 des ersten Kapitels:
"Siehe! Es ist durch Aiwass den Gesandten von Hoor-paar-kraat offenbar (t)"
und im 8. Vers des 2. Kapitels:
"Wer Heru-pa-kraath angebetet hat, hat mich angebetet, falsch, denn ich bin der Anbeter."
Im letzten Falle "Claas" in "kraath" von rechts nach links: saalC":
Vers Nr. 7 aus Kapitel 1 war mein persönliches Jahresorakel der Silvesternacht 2001-2.
In Vers Nr 7 des 2. Kapitels heist es:
"Come unto me is a foolish word, for it is I that go."
Zur Krone unseres Orakels führen die Buchstaben "K" "O" "M", worin wir "komm" lesen können.
Das Orakel sagt also:
"Der glänzende Gott des Schweigens aus der Sonne kommt ...." ?!?!
Ich versuche herauszufinden, ob es ein "Rezept" für mein "Channeling" gab...
Als ich 1987 die Buchstabenreihenfolge aufschrieb (das Alphabet mit seinen "Fehlern") war ich sehr besoffen und bekifft. Ich nahm soviel Hasch und Wein, wie ich mir reinziehen konnte, ohne, dass mir schlecht wurde. Ich habe in diesem "Lebensabschnitt" sehr viele Zigaretten geraucht und sehr viel Kaffee getrunken.
Die Intuition für das beschriebene "Sohar - Sun - Harpocrates" - Orakel empfing ich in der Nacht nach der Frühlings Tag- und Nachtgleiche 2002.
Ich hatte bis einschließlich dieser Nacht für 10 Wochen keinen Alkohol getrunken. Gekifft hatte ich zuletzt zum Jahreswechsel und Zigaretten rauche ich schon seit Jahren nicht mehr.
Bis zur Tag- und Nachtgleiche hatte ich für 11 Tage gefastet (2 Tage nur Obst, 7 Tage gar nichts essen, und wieder 2 Tage nur Früchte.) Am Tag der Equinox war ich dann in einer Schwitzhütte. Am darauffolgenden Tag konnte ich nicht schlafen, weil ich Kaffee getrunken habe. Ich bin ein absoluter Teetrinker und trinke nur alle paar Monate Kaffee. Den Kaffee trank ich zum Osterfest am Emerson College. (Ostern wurde vorzeitig gefeiert, weil es in die Ferien ging.) Laut Rudolf Steiner wird die Osterzeit vom Erzengel Raphael regiert, der die Merkursphäre bewohnt, aus der auch der Gott Thoth entspringt.
Für ein erfolgreiches "Channeling" scheinen also entweder kein Alkohol, keine Drogen und eine große "Reinheit" von Nutzen zu sein, oder das Gegenteil.
Ich vermute auch, dass meine konsequente Anwendung von Mantak Chia´s "Tao Yoga" die Intuition für das Orakel gefördert hat. Sehr zu empfehlen ist das Buch "Tao Yoga der Liebe" von Mantak Chia (übersetzt von Ralph Tegtmeier -> Frater V.D.) aus dem Ansata Verlag.
Ohne die Darstellung meines Privatlebens überstrapazieren zu wollen: 1987, als ich das dem Orakel zu Grunde liegende Alphabet empfing, hielt ich ein ausschweifendes Sexualleben für unabdingbar für mein Wohlbefinden und (magisches) Leben. Aber: Für ca. einen Monat bis einschließlich der Frühlings Equinox 2002 lebte ich gänzlich enthaltsam. Ich hatte mir zu dem auferlegt, bis zur Tag- und Nachtgleiche für 20 Tage keine Tarotkarten zu verwenden und keine Kabballa zu praktizieren, was sich als schwerer herausstellte denn angenommen: Ich bin in gewissem Sinnen süchtig danach, Hebräische Buchstaben zu schreiben.
Für eine Woche bis zur Frühlingsequinox meditierte ich täglich auf den "Merkurstab". Auch dies kann einen Einfluss auf meine Intuition gehabt haben.
Was muss ich aber letztendlich feststellen: Es gibt keine Anweisung, kein Rezept für einen erfolgreichen Kontakt mit Harpocrates. Entweder alles, oder nichts. Entweder zuviel, oder zuwenig. (Das könnte ein Schlüssel sein ...)
Und: Es gibt kein Gesetz außer: Tu was du willst.
Ich finde das Orakel wunderschön. All die Namen der Götter. Sohar! Die Sonne!
Wunderwunderschön. Und, was beweist es?
Ich würde sagen: Das Alphabet ist "The spell of Ra-Hoor-Khu". Stimmst du mir zu?
Fürst Claas vom Mars im April 2002.
P.S.: Eine kleine Anmerkung der Spinne:
In der April/Mai Ausgabe der AHA 2002 befindet sich ein Nachtrag zu "Das Spiel und die Spinne: Die Auflösung". Hierin finden wir eine Permutation, in der sich "Hod", die Sephirah Merkurs, so wie "Raphael", der Merkur zugehörige Erzengel zu erkennen geben. Übertragen wir diese Buchstabenfolge in der gleichen Art und Weise auf den Lebensbaum wie im "Sohar-Sun-Harpocrates" - Orakel und verwenden auch die "Schlüssel" Stern-Kaiser und Ausgleich-Lust, so addieren sich die Buchstaben um Tiphereth in ihren traditionellen Zahlwerten zu 777. Im Orakel erscheint das Wort "Sohar" auf Hebräisch: Zain-He-Resch.